Hospitalstiftung zum Heiligen Geist
Kaufbeuren

Kurzer geschichtlicher Überblick

Mittelalterliches Spital mit Sywollentum vor 1820
Mittelalterliches Spital mit Sywollentum vor 1820

Stiftungsfahne beim Tänzelfest
Stiftungsfahne beim Tänzelfest

Bild der Stadt mit Stiftungsgütern aus dem Stadtmuseum
Bild der Stadt mit Stiftungsgütern aus dem Stadtmuseum

Die Hospitalstiftung zum Heiligen Geist ist neben der Stadt selbst und dem Kloster eine der ältesten noch existierenden Institutionen Kaufbeurens.

Sie wurde im Jahr 1249 von Albert Schleher gegründet. Durch Zustiftungen entwickelte sich die Stiftung zu einem der bedeutendsten Grundbesitzer Kaufbeurens und seiner Umgebung. Deshalb ist auch heute noch die Fahne mit dem Siegel des Spitals beim Tänzelfest neben den Wappen anderer mittelalterlicher Grundherren zu sehen und das Kaufbeurer Stadtmuseum beherbergt in seiner Reichsstadt-Abteilung einige Hinweise auf die Stiftung.

Ein dreiviertel Jahrtausend Grundherrschaft, Wohltätigkeit und Engagement für die Bürgerinnen und Bürger Kaufbeurens hinterließen noch weitere Spuren: Begriffe wie Spitalhof, Spittelmühlkreuzung, oder Spittelbach weisen auch heute noch auf die Bedeutung des Kaufbeurer Spitals hin.

Viele Menschen haben „um ihres Seelenheils willen“ oder aus anderen, meist christlichen Motiven die Hospitalstiftung unterstützt. Durch bedeutende Zustiftungen zuletzt von Theresia Moosmang (Moosmanghaus 1979) und Hans Dobler (Baumgärtle 1993), konnte die Stiftungstätigkeit immer weiter ausgebaut werden.

Von der Versorgung Armer, Waisenkinder und Pilger im mittelalterlichen Hospital ausgehend wandelte sich der Stiftungszweck über die Jahrhunderte. Heute betreibt die Hospitalstiftung ein  Alten- und Pflegeheim, Seniorenwohnanlagen, Seniorentreffs und verfügt über gut 400 Hektar Waldbesitz. Die Stiftung wird seit dem 14. Jahrhundert von der Stadt Kaufbeuren verwaltet.