Hospitalstiftung zum Heiligen Geist
Kaufbeuren

Wohnen mit Demenz

Bekannte Lieder, Sprache, Gerüche, Geräusche ... - das ist wichtig bei Demenz
Bekannte Lieder, Sprache, Gerüche, Geräusche ... - das ist wichtig bei Demenz

Tiere sind oft Türöffner zu Menschen mit Demenz - wir anderen Menschen manchmal auch.
Tiere sind oft Türöffner zu Menschen mit Demenz - wir anderen Menschen manchmal auch.

Irgendetwas werkeln und räumen - das liegt vielen von uns einfach im Blut.
Irgendetwas werkeln und räumen - das liegt vielen von uns einfach im Blut.

Verwirrt nicht die Verwirrten!

Viele Menschen kommen zu uns, weil sie auf Grund einer Demenzerkrankung in ihrem alten Wohnumfeld nicht mehr bleiben konnten. Das verwirrt sie zunächst einmal noch mehr. Wir wissen das und sind darauf vorbereitet.

Fast alle unserer Pflegekräfte haben neben ihrer Ausbildung zusätzliche Fort- und Weiterbildungen zum Thema „Umgang mit Demenz“ besucht. Anti-Agressions-Trainings, Supervision, Entspannungstechniken – wir versuchen desorientierten, verwirrten Menschen auch wenn sie sich „herausfordernd“ verhalten möglichst verständnisvoll zu begegnen. Die Achtung der Würde des Einzelnen in seiner momentanen Situation ist dabei immer oberstes Ziel.

Damit der Übergang besser gelingt und wir möglichst wenig verwirren:

Sie können von uns Möbel bekommen. Sie können aber das Zimmer auch genau so einrichten, wie es der demenzkranke Mensch gewohnt ist. Die Socken liegen dann auch bei uns an der Stelle im alten Kleiderschrank, wo sie vielleicht seit Jahrzehnten gelegen haben.

Sie können unsere Handtücher und Bettwäsche benutzen. Sie können aber auch die – vielleicht schon etwas verschlissene – aber eben gewohnte Decke mitbringen. Und wenn für den demenzkranken Menschen anfangs alles fremd, ungewohnt und unverständlich ist, schaut er morgens nicht auf Mietwäsche sondern auf ein Handtuch, das ihm vielleicht irgendwie bekannt vorkommt.

Wir sind ehrlich zu den Menschen. Aber wir quälen demenzkranke Menschen nicht unnötig mit einer für sie nicht mehr verständlichen Realität. Dass wir ein Heim sind, weiß fast jeder. Manch ein Bewohner lebt aber hier relativ glücklich in einer „Frühstückspension“ oder seit Jahren zufrieden in der „Kurzzeitpflege“.

Wer auf der Suche ist, hat bei uns viele Wege und Raum unterwegs zu sein. Für Menschen, die sich oder andere beispielsweise im Straßenverkehr erheblich gefährden, gibt es bei uns mit dem Moosmanghaus einen besonders beschützten, geschlossenen Wohnbereich.