Hospitalstiftung zum Heiligen Geist
Kaufbeuren

Forstwirtschaft

 Die Stiftungswälder sind nicht nur schön, sondern helfen uns auch wirtschaftlich.
Die Stiftungswälder sind nicht nur schön, sondern helfen uns auch wirtschaftlich.

Aufforstung ist wichtig für die übernächste Generation
Aufforstung ist wichtig für die übernächste Generation

Viel Arbeit - ganz selten an unzugänglichen Stellen noch mit Pferd wie früher, sonst mit modernen Maschinen
Viel Arbeit - ganz selten an unzugänglichen Stellen noch mit Pferd wie früher, sonst mit modernen Maschinen

Wachsen lassen und Verantwortung übernehmen

Seit ihrer Errichtung befinden sich im Besitz der Hospitalstiftung ausgedehnte Waldungen, die die ökonomische Basis für die vielfältigen Stiftungsaufgaben darstellen. In einem waldreichen Landstrich wie dem Ostallgäu ist dieser Waldbesitz einem ständigen Wandel durch Kauf, Verkauf und Tausch unterworfen.

Ziel ist dabei der Erhalt und die Vermehrung des Grundstockversmögens. Doch die moderne Waldwirtschaft berücksichtigt nicht nur forstliche und wirtschaftliche Aspekte sondern zielt in gleicher Weise darauf ab, die vielfältigen Funktionen des Waldes künftigen Generationen zu sichern. So stellt der Wald das wirksamste natürliche Gegengewicht gegen Umweltbelastungen dar und ist zugleich die effektivste Form der einheimischen Vegetation.

Die stadtnahen Waldgebiete bei Hirschzell, Oberbeuren oder am Waldfriedhof senken als lokale Klimaschutzwaldungen an heißen Sommertagen die Temperatur im Stadtgebiet und lassen frische saubere Waldluft in die besiedelten Bereiche strömen. Gleichwohl finden Spaziergänger und Jogger hier ein ideales Umfeld für Ruhe, Ausgleich und Erholung. Aber auch von den 340 ha Stiftungswald, die sich im Gebiet des Landkreises Ostallgäu befinden, erfüllen große Teile wichtige Aufgaben für die Gesamtökologie, das Landschaftsbild, den Boden-, Wasser- oder Straßenschutz.

Was die Baumartenverteilung betrifft, dominiert – wie in den meisten Wäldern der Region – nach wie vor die über mehr als 100 Jahre propagierte sogenannte „Brotbaumart“, die Fichte mit rund 75% Flächenanteil. Zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel mit längeren Trockenperioden und heftigeren Stürmen wird mittelfristig eine verstärkte Einbringung von Mischbaumarten, wie z.B. Buche, Tanne oder Ahorn in die Verjüngung betrieben. Daneben strebt die Forstverwaltung der Stadt, die sich um die Stiftungswälder kümmert, eine möglichst naturnahe Waldbewirtschaftung an. Diese zeichnet sich besonders durch folgende Merkmale aus:

  • Naturverjüngung bei angepassten Wildbeständen statt Pflanzung,
  • punktuelle sowie kleinflächige Hiebsmaßnahmen statt Kahlschläge
  • sowie regelmäßige Bestandspflege zur Optimierung von Wert, Vitalität und Stabilität der Bestände.

Bei Fragen zum Thema erreichen kontaktieren sie den Stadtförster.

Ein Diagramm zur Verteilung des Stiftungswaldbesitzes finden Sie hier.

Stark Richard
Abteilungsleiter Forstverwaltung

Raum 215 N
Kaiser-Max-Straße 1
87600 Kaufbeuren

Tel.: 08341/437-280
E-Mail: forstverwaltung@kaufbeuren.de